Katzenbaby oder erwachsene Katze?

Hat man sich für eine Katze als neues Haustier entschieden, steht nun die Frage an. ob es ein junges Kitten oder eine bereits erwachsene Katze sein soll. Beides hat seine Vor- und Nachteile.


Katzenbabys

Ganz allgemein punkten Katzenbabys natürlich durch ihren extremen Niedlichkeitsfaktor! Wer ist nicht hin und her gerissen von diesen kleinen tapsigen Wollknäulen, die direkt die Beschützer in uns hervorrufen? Doch lässt man diese Niedlichkeit mal außer Acht (denn Kätzchen wachsen schneller, als man es sich versehen kann) bleiben einige Punkte bestehen, die man sich vor dem Kauf eines Katzenbabys genau überlegen und vergegenwärtigen sollte. 

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Vorteile

  • Ein Katzenbaby ist ein relativ unbeschriebenes Blatt, wodurch man es sich so erziehen kann, wie man es möchte
  • Entscheidet man sich für ein Katzenbaby hat man in der Regel die freie Rassenauswahl. Eine erwachsene Katze einer bestimmten Rasse zu finden kann sich hingegen schwierig gestalten.
  • Bei einem kleinen Kätzchen ohne negative Vorerfahrung ist es meist einfacher einen vertraulichen Bezug aufzubauen.

Nachteile

  • Kitten stellen für Katzenanfänger eine große Herausforderung dar, da sie einen großen Spiel- und Erkundungstrieb auszuleben haben, der einige Spuren in der Wohnung hinterlassen kann.
  • Ein Kitten muss noch mit allem Drum und Dran erzogen werden.
  • Kleine Katzen verlangen sehr viel mehr Aufmerksamkeit als erwachsene. Sie müssen häufiger gefüttert werden, haben einen noch sehr ausgeprägten Spieltrieb und müssen noch so vieles beigebracht bekommen. 

Erwachsene Katze

Vor der Anschaffung einer erwachsenen Katze schrecken viele zunächst zurück, aus dem Vorurteil heraus, dass Katzen aus dem Tierheim oder vom Tierschutz eine ganz schlimme Macke haben müssen. Viele landen aber aus ganz harmlosen Gründen dort. Einige sind Opfer einer Scheidung oder ihr Herrchen/Frauchen ist verstorben und wieder andere durften nicht mit in das neue Heim umziehen, weil dort Haustiere verboten sind. Alles Gründe, für die die Katze nichts kann. Welche Punkte noch für und auch gegen die Anschaffung einer erwachsenen Katze sprechen, sind hier nachzulesen.

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Vorteile

  • Erwachsene Katzen kommen bereits erzogen und stubenrein in ihr neues Zuhause.
  • Im Vergleich zu Katzenbabys sind erwachsene Katzen sehr viel selbstständiger, wodurch sie ihrem Herrchen/Frauchen nicht so viel Zeit abverlangen.
  • Erwachsene Katzen haben bereits einen gefestigten Charakter, so dass man nicht die Katze im Sack kauft, sondern genau weiß, welcher Katzencharakter da auf einen zukommt. Man kann sich also genau die Katze aussuchen, die zu den eigenen Wünschen, Bedürfnissen etc. passt. Bei Katzenbabys stellt sich erst noch heraus, ob da ein Schmusekater, ein Einzelgänger o.ä. drin steckt.
  • Erwachsene Katzen kosten den neuen Eigentümer im Normalfall wesentlich weniger Geld als Kitten, denn ausgewachsene Katzen sind meist schon kastriert, gewurmt, geimpft und gechipt.
  • Einer der wichtigsten Aspekte ist wohl, dass man einer erwachsenen Katze ein neues Zuhause schenken und sie aus der beklemmenden Umgebung eines Tierheims befreien kann.

Nachteile

  • Erwachsene Katzen können eine längere Zeit benötigen, um sich vollständig einzugewöhnen, weil sie vorher bereits andernorts gefestigt waren.
  • Bei erwachsenen Katzen kann es sein, dass sie mit zuvor erlebten negativen Erfahrungen ins Haus kommen. Daher können sie besonders ängstlich, misstrauisch etc. sein, was aber nichts ist, was man mit viel Liebe und Geduld abbauen könnte.