Ein Kätzchen aus guten Händen

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Bei der Anschaffung einer neuen Katze sollten Sie, gerade als Katzen-Neuling, darauf achten, dass Ihr Kätzchen von Anfang an einen guten Start ins Leben hatte und aus „gutem Elternhaus“ ist.

 

Hierzu zählen aber nicht unbedingt der Stammbaum der Katze, sondern vor allem die Bedingungen, unter denen es aufgewachsen ist. Stimmen diese nicht, kann es sein, dass Sie sich ein ängstliches Kätzchen ins Haus holen, das mit Menschen, anderen Katzen oder auch anderen Tieren sehr schwer zu sozialisieren ist. Außerdem ersparen Sie sich bei einem Kitten, welches bereits in der Kinderstube die wichtigsten Dinge, wie die Benutzung eines Katzenklos gelernt hat, einiges an Erziehungsarbeit.

 

Das sind die zentralen Punkte, auf die Sie beim ersten Besuch im bisherigen Zuhause des optionalen neuen Mitbewohners achten sollten:

  • Ist das Kätzchen zusammen mit den Geschwistern und der Mutter aufgewachsen, hat es von Anfang an gelernt, sein Revier zu teilen und kann (jetzt oder später) ohne große Probleme mit einer anderen Katze zusammengeführt werden.
  • Schauen Sie sich das Körbchen oder Gehege an. Dieses sollte möglichst sauber sein, denn das zeugt davon, dass die Katzenmutter reinlich ist und auch Ihren Kitten schon die Nutzung der Katzentoilette mit auf den Weg gegeben hat. Bestenfalls steht diese nicht unweit vom Katzennest weg, was ein eindeutiges Zeichen dafür ist, dass es von den Kleinen benutzt wird.
  • Das Fell aller Katzen sollte weich und seidig sein. Das deutet auf eine gute Hygiene und Gesundheit der Katzen hin.
  • Die Katzen sollten in das Leben der Züchterfamilie integriert sein, denn dadurch sind die kleinen Kätzchen bereits von Anfang an die Nähe und den Kontakt mit Menschen gewöhnt. Ist das nicht der Fall, fragen Sie die Vorbesitzer, wieviel Zeit am Tag sie mit den Kätzchen verbracht haben. Kitten, die nur ein- oder zweimal am Tag Menschenbesuch zur Fütterung gesehen haben, können menschenscheu sein. Ist ein Kätzchen aber Ihnen gegenüber zunächst scheu, muss das nicht zwangsläufig ein schlechtes Zeichen sein, denn immerhin sind Sie fremd und riechen auch ganz anders, als die bisherigen Herrchen und Frauchen. Daher geben Sie dem Kleinen etwas Zeit, seine Zurückhaltung zu verlieren.
  • Wenn das Kätzchen in einem Haushalt aufgewachsen ist, in dem auch noch andere Tiere wohnen, ist das umso besser. Das bedeutet, es ist nicht nur mit seinen Artgenossen vertraut, sondern kam auch schon in Kontakt mit Hasen, Hunden etc. Bestenfalls berichten die Besitzer, dass das Zusammenleben ohne Probleme funktioniert hat und die Kätzchen keine negativen Erfahrungen mit den anderen Tieren gemacht haben. Das sollte für Sie besonders dann eine Rolle spielen, wenn in Ihrem Haus auch schon ein anderer Vierbeiner wohnt, denn dann wird das Kätzchen freundlich und ohne Aggression auf den Nicht-Artgenossen zugehen.
  • Stellen Sie den Besitzer ruhig ganz viele Fragen zu dem Verhalten und dem bisherigen aufwachsen der Kätzchen. Gute Züchter oder Vorbesitzer werden Ihnen mit Freuden alles berichten und auf (fast) alle Fragen eine Antwort haben, wenn sie ihre Tiere gut kennen und viel Zeit mit Ihnen verbracht haben. 
  • Nehmen Sie sich Zeit, um mit den Kätzchen zu spielen. Wenn der Vorbesitzer oder Züchter Ihnen diese Zeit gewährt, ist das ein weiteres Zeichen dafür, dass ihm etwas an seinen Tieren liegt und er wird sich über Ihr bedachtes Interesse freuen. Zudem gibt Ihnen das die Gelegenheit, sich ein besseres Bild der Kätzchen zu machen und Sie werden feststellen, dass das anfangs so schüchterne und scheue Katerchen bald schon ganz wild mit Ihnen spielt oder ein Kätzchen sich leicht verlegen an Sie kuschelt.